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Eindrucksvoll, einzigartig und
faszinierend - nur drei Wörter, die versuchen, das Backcountry-Gebiet
der Coyote Buttes Wilderness Area im Grenzgebiet Utah und
Arizona annähernd zu beschreiben. Die Region erfreut sich erst
seit wenigen Jahren großer Beliebtheit, um genau zu sein ab dem
Zeitpunkt, als die ersten Bilder von The Wave in den Reiseberichten auftauchten.

The Wave - Foto:
Ansgar Hillebrand
Bereits ein Blick auf die Form der
Wave genügt und der Wunsch entsteht, dorthin zu wandern. Einfach
gestaltet sich dieses Vorhaben allerdings nicht. Das Bureau of Land Management
(BLM) begrenzt den Zugang auf täglich 20 Genehmigungen. Auf
diese Weise will man den extrem empfindlichen Boden vor Abnutzung
schützen. The Wave an sich besteht aus Navajo-Sandstein, der sich im Laufe
von Jahrmillionen vor allem
durch Erosion verfestigt hat.
Es gibt zwei Möglichkeiten, die
Erlaubnis zu erhalten:
1. Über das Internet: Die ersten 10 Permits werden vorab verlost. Vier Monate vor
dem eigentlichen Termin hat man einen ganzen Monat lange Zeit, sich
für die Verlosung anzumelden. Möchten Sie also z.B. im Oktober in die
Wave, so müssen Sie ihren Antrag bereits im Juni stellen. Hierzu gibt
es die Möglichkeit, drei Wunschtermine einzutragen. Die Teilnahme an
der Lotterie kostet 5 Dollar pro Person -
egal ob man schlussendlich ein Permit in Händen hält oder nicht.
http://www.blm.gov/az/st/en/arolrsmain/paria/coyote_buttes/permits.html
2. Paria Contact Station: Der
zweite Weg ist die Erlangung eines sogenannten „Walk-in-Permits“.
Diese kann man aber nur direkt an der Rangerstation, der Paria Contact Station zwischen Page und Kanab erlangen. Hierzu
müssen Sie am Vortag um 9.00 Uhr vor Ort sein, um eine Erlaubnis für
den nächsten Tag zu bekommen. Auch hier liegen nur jeweils 10 Permits
auf, d.h. sind mehrere Bewerber da, so gibt es wieder eine Verlosung.
Sollten Sie das Glück haben, ein
Permit erhalten zu haben, so gibt es dazu Wegbeschreibungen und
Kartenmaterial. Um den illegalen Besuch nicht zu fördern, können wir hier keine
GPS Daten oder Karten veröffentlichen, diese bekommen Sie ja
zusammen mit der Permit.

Der Weg zur Wave - Foto:
Ansgar Hillebrand
Als Ausgangspunkt empfiehlt sich der Wire Pass Trailhead, die Zufahrt führt über die Houserock Valley Road, einer Dirt
Road,
die vom Highway 89 in Utah abgeht. Es empfiehlt sich, die Wanderung
früh zu beginnen, zum einen ist es noch relativ kühl, zum anderen ist
das Licht für Fotos auch sehr gut. Für die 4,8 km zur Wave brauchen
Sie ca. 1,5 Stunden. Die besten Bilder gelingen so zwischen 11:00 und
14:00 Uhr weil es dann wenig Schattenbildung gibt.

Auf dem Weg zur Wave - Foto:
Josef Hammerschmid
Bereits der Weg zur Wave ist ein Erlebnis für
sich. Einzigartige, farbenprächtige Formationen sind links und rechts
der Route zu bestaunen. Nehmen Sie sich auf jeden Fall die Zeit, viel
zu fotografieren, denn Sandstein, der so eine große Form- und
Farbenvielfalt aufweist wie hier, ist kaum anderswo zu finden. Um die
Natur in ihrer Vollkommenheit nicht zu verletzten, gibt es keinen
gekennzeichneten Weg und so folgt man den Bildern der Beschreibung.
Wie bereits erwähnt liegt die Wave in Arizona, der Ausgangspunkt dazu
liegt aber meist in Utah. Daher müssen Sie auf der Wanderung auch
einen Zaun überqueren, der die beiden Staaten voneinander trennt. Dies
stellt aber kein großes Hindernis dar, da über die Zeit diese
Begrenzung schon ziemlich niedergedrückt wurde.

Auf dem Weg zur Wave - Foto:
Josef Hammerschmid
Für den Aufstieg zur Wave müssen Sie
sich unbedingt noch eine kleine Energiereserve aufbewahren, denn hier
ist es nicht nur vergleichsweise steil sondern auch sandig. Vor allem
im Sommer, wenn die Sonne bei über 40 °C auf einen herunterbrennt, ist
dieses letzte Stück zum Ziel bestimmt das schwerste - doch diese Mühe
wird belohnt: der Blick auf die Wave stellt alles bisher Gesehene
locker in den Schatten. Braun-, Orange- und Gelbtöne spiegeln sich in
allen Abstufungen wider und die Einzigartigkeit dieses
Naturschauspiels ist nur sehr schwer zu beschreiben. Fotos können die
Schönheit der Wave selten einfangen.

The Wave - Foto:
Ansgar Hillebrand
Tipps:
-
Nehmen Sie auf jeden Fall genug
Wasser zum Trinken mit. Vor allem in den heißen Sommermonaten ist
dies unerlässlich. Wenn Sie die Möglichkeit haben, einige
Wasserflaschen am Vortag einzufrieren und erst am Morgen
herauszunehmen, bietet das die Gelegenheit, länger kaltes Wasser zur
Verfügung zu haben.
-
Vergessen Sie weder Sonnencreme
noch Kopfbedeckung - es gibt kaum schattige Plätzchen. Zum großen Teil sind Sie der
prallen Sonnen direkt ausgesetzt.
-
Sollten Sie wirklich einmal die
Orientierung verlieren - nur keine Panik! Gehen sie zum letzten
markanten Punkt zurück und orientieren Sie sich mit den Karten und
den Fotos der Digitalkamera, die Sie bereits gemacht haben, neu.
-
Feste Schuhe nicht vergessen, denn
Trittsicherheit sollte auf jeden Fall gegeben sein!
-
Gehen Sie vorsichtig in der Wave,
denn der Sandstein ist sehr fragil und kann so leicht abgenützt
werden.
Wenn Sie noch Kraftreserven übrig
haben, so können Sie sich auch auf den Weg zur kleinen Schwester - der
Second Wave - machen. Diese liegt westlich der Wave, von dort aus
kommend müssen Sie den Ausgang südlich der Wave nehmen und zum Top
Rock Massiv hoch wandern. Von hier aus noch ca. 300 Meter Richtung
Südwest und schon findet man auf der Rückseite einer wellenförmigen
Felsen den Eingang zur Second Wave.
Wenn Sie dann noch immer nicht genug
haben vom Wandern, können Sie den „Burger Rock“, den „Melody Arch“
oder die „Snail“ besichtigen. Für Erstbesucher wird das allerdings
ziemlich viel auf einmal sein.
Vorschläge oder
Ergänzungen zu dieser Seite bitte
hier mitteilen!
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